Die unumgänglich notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der CORONA-Virus-Pandemie wirken sich leider auch

auf die Arbeit unseres Hospizdienstes aus.

 

Die Begleitung schwerstkranker oder sterbender Menschen kann inzwischen wieder in der gewohnten Weise -

also in Form häuslicher Besuche - durchgeführt werden.

Das geschieht selbstverständlich unter Beachtung der CORONA-Schutzmaßnahmen.

Unsere Begleiter /innen sind mit  FFP2-Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel von uns ausgestattet.

Voraussetzung für häusliche Besuche bzw. Besuche im Pflegeheim  ist das schriftliche Einverständnis des begleiteten Menschen.

Mitteilung zur aktuellen Corona-Situation

Aktuelles

Erweitertes Angebot

Tägliche Hilfe am Telefon / telefonische Beratung für Schwerkranke und Sterbende und ihre An- und Zugehörigen

Das wichtigste Angebot des Ambulanten Hospizdienstes, nämlich Zeit füreinander zu haben, wird weiterhin allen Betroffenen zur Verfügung stehen und wurde sogar ausgeweitet. Denn der Ambulante Hospizdienst bietet mittlerweile an jedem Werktag zusätzlich eine telefonische Beratung für schwerkranke und sterbende Menschen und ihre An- und Zugehörigen an.

 

Der Hospizdienst ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14h30 – 16h30 Uhr unter 02241 - 29792 erreichbar. Zudem ist ein Anrufbeantworter geschaltet, der mehrfach täglich abgehört wird, so dass Anfragen und Mitteilungen auch außerhalb der Sprechzeiten zeitnah beantwortet werden.

Trauerbegleitung


Selbstverständlich findet die Trauerbegleitung für Einzelpersonen weiterhin statt.

Interessierte können sich gerne telefonisch unter der Nummer des Hospizdienstes melden; es wird dann gemeinsam nach einer unter den derzeitigen Umständen bestmöglichen Form der Einzelbegleitung und Beratung gesucht.

Unser Trauertreff

jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 17h00 - 18h30 findet zur Zeit als  Video-Konferenz statt!

Interessierte melden sich bitte vorher telefonisch im Büro unter 02241-29792 an.

Nach dem Gespräch senden wir Ihnen per Mail einen Link für den Trauertreff per Video-Konferenz zu.

 

Wir freuen uns sehr auf Sie!

 
 

Veranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Situation können wir leider keine Veranstaltung in Präsenz anbieten.

 

Sämtliche Angebote unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

20 Jahre Hospizforum Bonn / Rhein-Sieg

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“

Dieses Motto der Hospizbewegung für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen fasste Ende der 80-er Jahre auch im Raum Bonn Fuß. 1990 wurde das erste stationäre Hospiz in Lohmar eröffnet, und in den Folgejahren wurden etliche ambulante Hospizvereine und hospizlich-palliative Einrichtungen gegründet.

Die positiven Erfahrungen der hauptamtlichen Koordinatoren/innen bei ihren regionalen Ad- hoc-Arbeitstreffen und der große Erfolg der ersten gemeinsamen Veranstaltung „Voices – Benefiz für Hospiz“ im Herbst 2000 in der Bonner Beethovenhalle bestärkte dann alle darin, ein „Forum“ als dauerhafte gemeinsame Einrichtung zu schaffen, in dem man sich regelmäßig über die Erfahrungen aus der hospizlichen Alltagsarbeit austauschen, gemeinsame Veranstaltungen zur Aus -und Weiterbildung organisieren und gemeinsame Projekte zur Verbreitung der Hospizidee initiieren konnte.

Die Gründungsversammlung des Hospizforums Bonn / Rhein-Sieg fand am 28. März 2001 im Zentrum für Palliativmedizin in Bonn-Hardtberg statt. Bernd Ewich (Rheinbach), Silke Groß (St. Augustin) und Dr. Christiane Ohl (Bonn) bildeten den ersten Sprecherrat, der bis heute die Vorhaben organisationsübergreifend anstößt und koordiniert, die von der jährlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Ein besonderer Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit lag und liegt auf der Sicherung der Qualitätsstandards durch einen regelmäßigen Austausch und eine gezielte Fortbildung der hauptamtlichen Koordinatoren/innen. Doch auch die Vorstände der Vereine haben die Vorteile des Informationsaustauschs erkannt und tagen inzwischen regelmäßig. Bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sehr beliebt sind die „Ehrenamtstage“. Dort werden die in den Befähigungskursen erworbenen Kenntnisse ergänzt und erweitert durch Fachvorträge und Workshops mit Themen wie „Wie hat sich die palliative Versorgung in den letzten Jahren verändert? Was ist gut gelungen, was fehlt noch?“;

„Emotionale Intelligenz - die Fähigkeit, eine Situation positiv zu verändern“, „Letzte-Hilfe-Kurse - wie man schwerkranke Angehörige bis zu deren Tod einfühlsam und fachkundig begleiten kann“, „Die Bedeutung von Ritualen“, „Abschied und Verlust“, „Basale Stimulation für Menschen, die über Wort und Gesten nur noch schwer erreichbar sind“, sowie „Scham und Aromapflege“.

Von Anfang an standen auch weiteres Wachstum und eine Vernetzung mit weiteren Organisationen auf der Agenda des Hospizforums. Aus den anfänglich 10 Mitgliedern wurden bis heute 23 Mitgliedsorganisationen mit über 600 ehrenamtlich tätigen,

qualifizierten Hospizhelferinnen und -helfern.

Eine zunehmende Bedeutung bekam in diesen 20 Jahren auch die Trauerbegleitung, die inzwischen alle Hospizvereine ergänzend zur Sterbebegleitung anbieten. Hier organisiert das Hospizforum die Ausbildung der künftigen Trauerbegleiter/innen.

Im Rahmen des Ausbaus der Vernetzung ist das Hospizforum auch dem "Netzwerks Hospiz- und Palliativversorgung

Bonn / Rhein-Sieg" beigetreten, einem Zusammenschluss der regionalen Dienste des Gesundheits- und Sozialwesens, zu dem u.a. auch die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Einrichtungen der Eingliederungshilfe gehören.

Hospizliche Arbeit kann nur geleistet werden, wenn die Menschen in Bonn und im Rhein- Sieg-Kreis wissen, wo und wie sie diese Hilfe bekommen können. Deshalb wurden eine Webseite erstellt (https://hospizforum-bonn-rheinsieg.de/) und ein „Wegweiser Hospiz Bonn / Rhein-Sieg“ als Broschüre mit regelmäßiger Aktualisierung herausgegeben (erhältlich bei allen hospizlichen Einrichtungen). Zusätzlich wurde – zusammen mit der Peter-Windeck- Stiftung in der Bürgerstiftung Bonn – ein Hospiztelefon eingerichtet, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei, objektiv und kompetent über die Angebote und Einrichtungen des „Netzwerks Hospiz- und Palliativversorgung Bonn / Rhein-Sieg“ informieren können. (montags: 17:00 bis 20:00 Uhr und freitags: 10:00 bis 13:00 Uhr unter der Rufnummer: 0228/2428 194)

All das wäre nicht zu finanzieren ohne Spenden. Hier hat sich der Lions Förderverein Bonn- Rheinaue von Anfang an als außerordentliches Mitglied besonders stark engagiert.

Es ist schon viel geschafft worden in diesen 20 Jahren, doch auf den Lorbeeren ausruhen können sich die Mitglieder des Hospizforums nicht: Denn die derzeitige Corona Krise stellt alle vor bisher unbekannte Anforderungen, zum Beispiel vor die Notwendigkeit der Umstellung auf eine virtuelle Kommunikation. Aber alle Beteiligten sind sich sicher: auch das schaffen wir!